Tod auf dem Kreuzfahrtschiff – ein fast perfekter Mord

Nach offiziellen Daten sind im Jahr 2019 25 Personen von einem Kreuzfahrtschiff ins Meer gestürzt. 17 dieser Vorfälle endeten tödlich. Das Problem: In vielen Fällen kann im Nachhinein nicht mehr festgestellt werden, ob es sich um einen Unfall gehandelt hat, oder ob ein Verbrechen dahintersteckt. Denn oftmals werden die Leichen nicht gefunden, oder das Meer zerstört alle wichtigen rechtsmedizinischen Spuren. Dass genau das passiert, hat auch der Täter im Mordfall Micki Kanesaki gehofft. TRAVELBOOK berichtet, was damals geschah und warum der Fall letztlich doch noch aufgeklärt werden konnte.

Tod auf dem Kreuzfahrtschiff – ein fast perfekter Mord

Am 27. Mai 2006 entdeckt die Besatzung eines Schiffs vor der Südküste Italiens eine Frauenleiche. Es handelt sich um die 52-jährige US-Amerikanerin Micki Kanesaki, die zu diesem Zeitpunkt seit einem Tag von Bord eines Kreuzfahrtschiffs vermisst wird. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Lonnie Kocontes hatte sie eine Kreuzfahrt durchs Mittelmeer gemacht und war plötzlich verschwunden. Zunächst sieht alles nach einem tragischen Unfall aus. Man glaubt, Micki Kanesaki sei von Bord gestürzt, womöglich unter Alkoholeinfluss oder in suizidaler Absicht. Doch dann nehmen die Ereignisse eine ungeahnte Wendung – und enden erst 2020, also 14 Jahre nach dem Tod von Micki Kanesaki, mit einem Urteil wegen Mordes.